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Piercing-FAQ  
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Häufig gestellte Piercing Fragen:

F: Tut das Piercing stechen weh?
A: Ja es tut weh. Es hängt von der Körperstelle und von der Person ab, wie weh es tut - dem Einen tut es mehr weh und dem Anderen etwas weniger. Auch spielt die Erfahrung des Piercers eine große Rolle. Desweiteren hat man die Möglichkeit, Stellen mit Schleimhäuten (z.B. Zungenpiercing, aber auch im Genitalbereich z.B. PA)durch ein „Lokalanästhetika“, wir nehmen dafür „Xylocain-Pumpspray“, recht schmerzfrei zu machen.
F: Wie alt muss ich sein, um ein Piercing stechen zu lassen?
A: Generell ist das Piercen erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt. Mit Hilfe einer Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten unter Anwesenheit des Piercers/der Piercerin ist es allerdings auch jüngeren Personen erlaubt, ein Piercing stechen zu lassen. Mehr dazu findest bei Rechtliches zu Piercings.


F: An welchen Stellen ist ein Piercing möglich?
A: Theoretisch ist an jeder Körperstelle ein Piercing möglich. In unserem Studio bieten wir folgende Piercings an :

  • Bauchnabel Piercing
  • Zungenpiercing
  • Augenbraue
  • Nasenpiercing
  • Komplettes Ohr
  • Lippe (Unter- und Oberlippe, Lippenbänchen)
  • Augenbraue
  • Brust
  • Intimpiercing

F: Was kostet es, ein Piercing stechen zu lassen?
A: Bevor wir dir einen Preis nennen, solltest du dir folgendem bewusst sein: Wähle das Piercing-Studio, in dem du dich stechen lassen möchtest nicht nach dem Preis aus. Manchmal ist es so, dass man bei sehr billigen Piercern den falschen Erstschmuck eingesetzt bekommt, die hygienischen Bedingungen nicht optimal sind oder dass der  Piercer nicht sauber arbeitet. Vergewissere dich daher, dass du dich bei jemanden piercen lässt, dem du Vertrauen schenken kannst. Bei uns kostet ein Piercing je nach Körperstelle zwischen 35€ und 65€ incl. Ersteinsatz . Mehr dazu findest du auf der Seite Unser Angebot.
F: Muss ich mich vor dem Piercing irgendwie vorbereiten?
A: Du solltest körperlich fit sein, das heisst nicht gerade eine total übermüdet oder krank ins Studio kommen. Natürlich darfst du auch auf keinen Fall unter dem Einfluss von Drogen, Alkohol oder Medikamenten stehen, da es sonst zu unerwarteten Körperreaktionen kommen könnte (Schockreaktionen, usw.). Wenn du regelmäßig Medikamente nehmen musst, sprich dich vorher mit deinem Arzt und der Piercerin ab. Achte auch darauf, dass du nicht mit leerem Magen zum Piercingtermin kommst, also ausreichend gegessen und getrunken hast.
F: Was habe ich bei einem neuen Piercing zu beachten?
A: Du solltest unbedingt die Pflegeanleitung befolgen, die du von uns ausgehändigt bekommst - darin sind wertvolle Tipps enthalten! Das A & O bei einem neuen Piercing ist natürlich die Hygiene, sprich: sauber halten! Sollte es zu Fragen oder Problemen kommen, kontaktiere bitte unbedingt die Piercerin und verlasse dich nicht auf Tipps von Freunden und Bekannten! Einige gute Tipps findest du auch auf der Seite Pflegehinweise.
F: Wie lange dauert es, bis mein Piercing verheilt ist?
A: Es hängt stark von der Körperstelle ab, wie lange es dauert, bis dein Piercing vollständig abgeheilt ist. Im Schleimhautbereich musst du mit einer Heildauer von 6-8 Wochen rechnen, also relativ kurz. Ein Bauchnabelpiercing kann bis 6 Monate zur vollständigen Abheilung benötigen, am Ohrknorpel musst du mit 3 Monaten rechnen und bei Nase, Brust & Augenbraue mit acht bis maximal zwölf Wochen.
F: Kann ein Piercing herauswachsen?
A: Ja, das Herauswachsen ist möglich weil der Körper das Piercing als Fremdkörper ansieht und es versucht abzustoßen. An einigen Stellen, wie zum Beispiel der Augenbraue, passiert so etwas leichter, weil wenig Gewebe vorhanden ist oder weil ein Knochen auf das Piercing Druck ausübt. Andere Ursachen können starkes reißen oder ziehen, enge Kleidung, oder ständige Bewegung der Körperstelle sein. Eine Verhinderung dieser Reaktion ist nicht möglich, bei einigen Menschen passiert das "Herauswachsen" jedoch leichter als bei anderen. Falls dein Piercing herauswächst, wird eine kleine Narbe bleiben. Diese kann nach der vollständigen Heilung hinterstochen werden.
F: Was passiert meinem Piercing bei Verletzungen?
A: In erster Linie wird es dir Schmerzen bereiten, da sich wahrscheinlich eine Wunde gebildet hat. Wenn du dein Piercing verletzt hast, solltest du schnell Kontakt zum Piercer aufnehmen und fragen was zu tun ist. Höchstwahrscheinlich wird dir der Pierer dazu raten, mit der Erstpflege von Piercings wieder anzufangen und im Studio vorbeizuschauen. Bevor du dich selbst entscheidest, das Piercing zu entfernen, solltest du auf jeden Fall ins Studio kommen und die Verletzung von einem Piercern begutachten lassen.

F: Wenn mir mein Piercing nicht mehr gefällt, wächst es dann zu?
A: Ja, ein leerer Stichkanal (also ohne Schmuck) wächst von alleine wieder komplett zu. Es ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich, wie lange dieser Heilprozess dauert. Es wird auch eine kleine Narbe bleiben.

 

 

Rechtliche Situation

Deutschland

Gepierct werden darf, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat und Minderjährige mit Einverständnis des Erziehungsberechtigten.
Der Piercingvorgang ist rechtlich gesehen eine strafbare Körperverletzung. Deshalb muss der Klient in der Regel vor dem Piercen eine schriftliche Einverständniserklärung abgeben, die den Piercer vor rechtlichen Folgen diesbezüglich befreit.
Der Piercer hat Beratungspflicht. Weist der Piercer nicht auf mögliche negative Folgen des Piercings, insbesondere etwaige Entzündungen oder Nervenschädigungen hin, kann dieser belangt werden. In einem Fall, bei dem bei einer Klientin die Teilamputation der Zunge drohte, wurde der Piercer zu 300 Euro Schmerzensgeld verurteilt. (AG Neubrandenburg, AZ 18 C 160/00)
Das Piercen befindet sich aus gesetzlicher Sicht in einer Grauzone. Wer Piercings vornehmen darf und wer nicht, ist nicht klar definiert. Das VG Gießen kam mit Urteil vom 9. Februar 1999 (AZ 8 G 2161/98) zu dem Schluss, dass der Piercingvorgang, gleichgültig, ob dabei lokale Anästhesie eingesetzt wird oder nicht, ausschließlich von Personen mit entsprechendem Fachwissen durchgeführt werden darf. So sei mindestens eine Ausbildung zum Heilpraktiker nötig, um Piercings setzen zu dürfen.
Oben genanntes Urteil wurde in nächster Instanz vom VGH Hessen mit Urteil vom 2. Februar 2000 (AZ AZ 8 TG 713/99) insofern bestätigt, als zumindest für das Piercen mit lokaler Anästhesie mittels Injektion eines Betäubungsmittels, Personal mit entsprechender Kompetenz (Heilpraktiker, Arzt) vorausgesetzt wird.

EU-Nickelrichtlinie

Laut der Nickelrichtlinie (94/27) der EU vom 30. Juni 1994 durfte für den Ersteinatz kein nickellhaltiger Schmuck verwendet werden.
In der Richtlinie blieb zunächst unberücksichtigt, dass nicht der Nickelgehalt, sondern dessen Abgabemenge ausschlaggebend für allergische Reaktionen ist. Der bis dahin meistens verwendete Edelstahl 316L war demzufolge nicht mehr zugelassen, da dessen Nickelgehalt mit 10% bis 14% die in der Richtlinie vorgegebene Werte deutlich überstieg. Stattdessen wurde anschließend vor allem auf Titan ausgewichen. Da die Oberfläche von Titan jedoch auch nach intensiver Politur mehrere Unebenheiten aufweist, welche die Ansiedlung von Mikroben und somit Entzündungen begünstigen, galt Stahl trotz der Richtlinie weiterhin als besser geeignetes Material für den Ersteinsatz. Am 27. September 2004[11], wurde die Richtlinie dahingehend geändert, wonach sich die Obergrenzen für Nickel nun an der Nickelfreisetzung orientieren.[12] [13] Somit ist Edelstahl auch wieder als Erststecker zugelassen.Demzufolge geeignet sind Edelstahl (316L), Titan, Niob und PTFE, also Materialien deren Nickelfreisetzung fünf Nanogramm pro Quadratzentimeter und Woche durch Abrieb nicht übersteigt. (Entnommen Wikipedia)